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Goms

Nur durch einen Tunnel getrennt, kann diese herrliche Region in knapp 20 Minuten ab Realp, oder 35 Min ab Andermatt erreicht werden. Im Winter eine wohlbekannte Langlauf Ski Region, ist sie im Sommer ein herrliches Wandergebiet.
Oberwald, das oberste Dorf, liegt auf der anderen Seite des Furkapasses, der von Realp über den Pass durch Gletsch führt. Bei Gletsch wiederum beginnt der Grimselpass, der die Verbindung ins Haslital nach Meiringen herstellt.
Im Sommer geben Kombinationen mit der renovierten "Dampfbahn Furka Bergstrecke" einer Tour etwas "Spezielles". Haltestellen sind Tiefenbach, Furka DFB, Muttbach, Gletsch. 

Goms, Frühgeschichte, Mittelalter und frühe Neuzeit:
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D12443-1-1.php

Buchhinweis auf dieser Seite

bulletNufenenpass: Verbindet All'Acqua im Tessin mit Ulrichen/Obergesteln.
bulletGriespass: Verbindet Nufenen mit Riale in Italien.
bulletGrimsel: Eine Wanderung von Oberwald/Obergesteln zum Grimselpass
bulletGrimselpass-Sidelhorn-Obergesteln: Eine fantastische Aussicht, dann der Abstieg durch verschiedene Vegetationszonen.
bulletFurka: Kurztour zum Aussichtspunkt Bidmer und Wanderung von der Passhöhe nach Oberwald.
bulletGommer Höhenweg: Dieser Wanderweg dem Tal entlang, zwischen Oberwald und Bellwald verläuft auf einer Höhe von rund 1600 m.
- Teil 1: Oberwald-Reckingen
- Teil 2: Bellwald- Reckingen
bulletGalmihornhütte: Auf 2100 m, tolle Aussicht über das Goms garantiert.
bulletOberwald-Gluringen auf dem Waldweg: Eine verlockende Alternative zum "Rottenweg".
bulletGluringen-Mühlebach-Fürgangen: Entlang dem Rottenweg zum Dorf mit den alten Holzhäusern.
bulletWinterwandern im Goms: Es gibt Kilometer von gepfadeten Winter Wanderwegen.
  
Strasse Grimselpass - Oberaarsee: 
wechselnder Einbahnverkehr:
Nach Oberaarsee zur vollen Stunde 
Nach Grimselpass jeweils zur halben Stunde
Oberaar-Einbahn.jpg (29012 Byte)

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Griespass, Nufenenpass

Nufenenpass:

Ticinoquelle.jpg (863265 Byte)  

Die Fortsetzung der Strada alta Bedretto (Strada degli alpi) ist entweder zum Griespass und nach Italien, oder über den Nufenenpass hinüber ins Wallis. 

Seit 1969 besteht für den Motorfahrzeug-Verkehr eine neue gut ausgebaute Passstrasse. 
Beim Bau des Furka Bahn Tunnels zwischen Realp und Oberwald hat man daran gedacht, durch eine Abzweigung mitten im Tunnel auch eine Verbindung ins Bedretto-Tal zu erschliessen. Die Pläne sind inzwischen archiviert.

Griespass:

Vom Gries - Pass führt der alte Saumpfad nach Süden ins italienische Formazzatal und weiter nach Domodossola (Busverbindung Ritale/IT beim Lagi di Morasco nach Domodossola).
Am ersten August-Sonntag im Jahr steigt das grosse Griesfest auf der italienischen Seite des Griespass. 

Da beide Passübergänge nahe beieinander liegen, soll die Tourbeschreibung für beide gelten. 

Ulrichen-Gries See-All'Acqua Std.
Zug-Göschenen-Andermatt-Ulrichen (Bahn)  
Ulrichen-Loch-Bodmer Brücke-Ladstafel-Stausee

Stausee-Punkt 2520-Capane di Corno-Alpe di Cuino-All'Acqua

4.5

2.5

All'Acqua-Airolo (Bus)
Airolo-Zug (Bahn)
 

Der Wanderweg verläuft kurz nach dem Bahnhof Ulrichen etwas westlich der Passstrasse. Sogar über eine eigene, gedeckte Holzbrücke verfügen die Fussgänger.

Beim "Loch" muss die Passtrasse überquert werden. 
Das Kirchlein St. Loch St. Anna-Kapelle Anna mit der schönen Holzdecke und dem eindrücklichen Altarbild lohnt den Besuch, auch die ganze Umgebung ist eindrücklich, mit den alten Holzhäusern und ihren einmaligen Holztreppen-Konstruktionen.

Kurz nachher steigt der Wanderweg links der Passtrasse hinauf. Die ersten 150 m sind noch asphaltiert, nachher befindet man sich auf herrlicher Naturstrasse, einmal weiter weg von der lärmigen Passtrasse, dann wieder in der Nähe. Einige Male überqueren wir sie, aber immer sind wir auf unserem eigenen Weg. 

Interessant und auch etwas abenteuerlich ist schliesslich die Ueberquerung der Aegina auf der Bodmer Brücke: eine neuere Hängebrücke über den wilden Fluss.

Steinbruecke in LadstafelBei Ladstafel nochmals eine Brücke, die alte Steinbogenbrücke Ladsteg (1761). Hoch oben ist die Staumauer des Gries Sees sichtbar, links davon ein Kreuz. Das ist in etwa unser Ziel. 
Nach Ueberqueren der Passtrasse führt der Bergpfad rechts bei der Alphütte (Verkauf von hier hergestelltem Käse) steil hinauf. Zuerst verläuft er etwa in Richtung Nufenenpass, später dann eher zur Staumauer. Schliesslich trifft man auf die Fahrstrasse.

Nach links geht's zum Nufenenpass, rechts zum Parkplatz bei der Staumauer. Das letzte Stück folgen wir dieser Strasse bis zum Parkplatz. Das allerletzte Stück kann über einen ruppigen Pfad mit etwas klettern erreicht werden, über eine weit ausholende Fahrstrasse ist ein bequemerer Aufstieg möglich. Die Krone der Staumauer ist begehbar.

Während der Rast über dem See befindet man sich in einer Griesgletscher, Griessee ungewohnten Umgebung: gegenüber der Griesgletscher mit dem Blinnenhorn, über dem See der Uebergang zu Italien. Zum Griespass sind es etwa 30 Minuten über den gut sichtbaren Weg über die Geröllhalde.

Der Weg ins Bedretto - Tal führt uns durchs Val Corno mit seiner Gletschersee eindrücklichen Gletscherlandschaft: Der See, eingeklemmt zwischen dem Nufenenhorn und den schnee - und eisbedeckten Flanken der Berghänge, auf deren Spitzen die Landesgrenzen zwischen der Schweiz und Italien verlaufen. Der Weg verläuft im unteren Teil auf einer kleinen Moräne, Schneereste liegen noch immer in den tieferen Mulden.

Der Abstieg von der Corno Hütte (Capanna Corno Gries) ist etwas ruppig, der Pfad zum Teil ausgewaschen. Von hier führt ein Pfad hinüber nach San Giacomo und über den gleichnamigen Pass ins italienische Formazza-Tal, wie der Griespass.

Nufenen, BedrettotalDer Weg nach Airolo kann abgekürzt werden: 
Bei der Alpe di Cruina ist eine Haltestelle für das Postauto Ulrichen-Nufenen-Airolo. 
(Abfahrt Richtung Airolo: 16:15h, 18:23h, 
23.Juni-30.Sept. Fahrplan 2007).
 
Für die Anderen verläuft der Weg vorerst der Passtrasse entlang. Später befinden wir uns auf einem engen Pfad mitten durch Heidelbeeren und Wacholder Sträuche. Für kurze Zeit folgt sogar ein Aufstieg, etwas irritierend für den müden Wanderer, aber es lohnt sich. Bald geniessen wir den Schatten der Bäume, und schon treffen wir auf die Strasse hinüber nach All'Acqua mit Bushaltestelle und Restaurant. (Abfahrt Richtung Airolo: 16:20, 16:35, 17:25, 18:25h, Juni-Sept. Fahrplan 2007)
Die moderne, hübsche Kapelle ist einen Besuch wert.

Kapelle Sankt Anna im Loch, Ulrichen

Eine frühere Kapelle wurde 1465 wieder aufgebaut, nachdem die Vorgängerin zerstört wurde. Die heutige Kapelle wurde zwischen 1683 1686 gebaut, nachdem auch diese andere Kapelle zerstört wurde.
Land wurde von der Familie Riedmatten geschenkt. Zusätzliche finanzielle Hilfe erhielt man auch von den Italienischen Partnern ennet der Grenze.
Die Statue "Sankt Anna selbdritt" (Hl. Anna mit Tochter Maria und Jesuskind) wurde durch Bildhauer Regli geschaffen, nachdem das Bild der Hl Anna durch Französische und Schweizer Soldaten während der Helvetic (1799) verbrannt und zerstört wurde.

Die kleine Statue (Nepomuk) links vorne im Schiff befand sich früher beim Ladsteg, zusammen mit einem kleinen Ex Voto Bild.

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Grimsel

Der Grimselpass war ein weiterer, wichtiger Teil des Saumweg-Netzes. Er führt vom Goms im Wallis über Grimsel ins Berner Haslital.

Oberwald-Grimselpass Std.
Zug-Göschenen-Andermatt-Realp-Oberwald (Bahn)  
Oberwald-St.Niklaus-Bärfel-Hotel Rhonequelle-
Sattelti-Nassbode-Chrüzegge-Totensee-Grimselpass
3.5
Grimselpass-Oberwald (Postauto)
Oberwald-Realp-Andermatt-Göschenen-Zug (Bahn)
 

Postauto: überprüfen! verkehrt normalerweise nur im Sommer!

Grimselpass, TotenseeDer Logische Start für die Tour wäre demnach Obergesteln. Ich habe Oberwald gewählt. Allerdings musste ich meine Route etwas modifizieren, weil der Pfad über Grimselboden gesperrt war (Reparatur, Steinschlag). Somit wählte ich die etwas längere Route über Hohflüe.

Der Teil von Oberwald bis Hotel Rhonequelle ist als Schneeschuh Weg markiert! 

Der Anfang des Weges über Grimselbode befindet sich etwa 100 m von der Kirche Richtung Bahnhof. Für die hier beschriebene Tour ist er kurz nach der Rhone-Brücke. Beide Wege sind deutlich markiert, und natürlich gibt es noch eine Anzahl anderer herrlicher Routen.

Der erste Teil ist flach und führt durch lichten Lärchenwald, dann entlang der jungen Rhone, die hier eine Masse von Sand und Kies ablagert. Immer noch in der Ebene, überqueren wir den Rhone-Nebenfluss, die Goneri, dann die Rhone. Jetzt wird der Pfad etwas steiler, aber zum Schwitzen ist es noch zu kühl, oder zuwenig steil. Die kleine Niklaus-Kapelle gibt Gelegenheit zu kurzer Rast, und wir geniessen die hübsche Aussicht.

Der Waldweg steigt weiter und schon bald stehen wir im Garten des Hotels Rhonequelle, mit einem Springbrunnen.

Der Weg setzt sich fort auf der gegenüberliegenden Seite der Passtrasse in Form einer Fahrstrasse (für private Motorfahrzeuge gesperrt). Dieser angenehme Weg führt in weit ausholenden Kehren bis fast hinauf zur Passhöhe. 

Galenstock, RhonegletscherKurz nach Sattelti treffen wir auf den Weg von Obergesteln, und etwas weiter oben folgt nochmals eine Abzweigung, die zum Jostsee und Sidelhorn, resp. über Rundsee - Bidmer nach Obergesteln führt. Von dieser Weggabelung auf rund 2200 m führt der letzte Teil der Route zum Teil über abgeschliffenen Felsplatten zum Totensee und schliesslich zum Ziel.

Totensee

Für den Namen des Sees ist wie so oft Napoleon mit-verantwortlich. Nach der Schlacht 1799 gegen die österreicher wurden die gefallenen Soldaten in diesem See bestattet.

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Grimsel-Sidelhorn-Obergesteln

Der Aufstieg zum nahegelegenen Sidelhorn ist beliebt, vielleicht auch speziell für die Besucher, die den Grimsel überqueren.
Die Wanderung ist weder schwierig, noch gefährlich, aber recht holprig. Insbesondere das letzte Stück besteht aus einer Masse von zerbrochenen Felsstücken. Eine grosse Anzahl von Steimanndli helfen auf der Suche nach dem besten Weg.

Grimsel-Sidelh-Obergest.jpg (175376 Byte)
Active map:
map.search.ch/d/jq5yti1mz?x=-1096m&y=-1248m
GPS-File:
../GPS_Data/GPX-Grimsel-Sidelh-Jost-Obergesteln.zip

 

Grimsel Pass-Sidelhorn-Obergesteln Std
Zug-Luzern-Meiringen (SBB, ZB)
Meiringen-Grimselpass (Postauto)
 
Grimsel "Alpenrösli"-(Husegghütte)-Sidelhorn-(Triebseelicke)-
Jostsee- Ze Seewe- Gämschfax-Ragarten-Gadestatt-Obergesteln
6
Obergesteln-Göschenen-Zug (MGB, SBB)  

Postauto:  
überprüfen! verkehrt  nur im Sommer!
Wie auch für andere Strecken, ist dieser Kurs Zuschlagspflichtig, weil es sich hier um eine reine Tourismusstrecke handelt, die für den Regionalverkehr nicht benutzt wird.
Bei einem Freibillet (wie das "GA") beträgt für die Fahrt Meiringen-Grimselpass der Aufpreis Fr. 8.-- (2008).

Anstelle des "offiziellen" Weges über die Husegghütte, wählte ich den direkten WegSidelhorn: Galenstock, Totensee über die "Sidelini" (auf der "active map" ist das die südliche Route). Das heisst, statt der Strasse Richtung Oberaargletscher für etwa 200m zu folgen, wählte ich den Pfad links. Ein unmarmarkierter Weg ist klar erkennbar. Nach etwa 1000m wird ein felsiger Ausläufer des Sidelhorns links umgangen. Dem Einschnitt auf der linken Seite folgend, beginnt nun der eigentliche Aufstieg. Etwas mühsam, all das kriechen und steigen über die Felsbrocken! Beim Sattel oben, auf 2640m, trifft man auf Sidelhorn: Triebten, Oberaar, Grimselsee den anderen Pfad, der von der Husegghütte kommt. Der "offizielle" Pfad ist vermutlich die bessere Wahl! Die letzten 100m bringen mehr und mächtigere Steinbrocken, aber schliesslich ist man oben. Welcher Ausblick!

Obige Bilder:
Unteres Bild: Der blaue Triebtensee (getrübter See) und bräunlicher Oberaar und Grimselsee (das Wasser wird oft "Gletschermilch" genannt).
Im Westen, hinter Oberaarsee und Oberaargletscher das Finsteraarhorn. Der Gipfel hinter Grimselsee ist das Schreckhorn, mit dem Finsteraar und Lauteraargletscher, die sich im Unteraargletscher verbinden und in den Grimselsee fliessen.
Oberes Bild: Im Nordosten der weisse Galenstock (mit der Wolke), Rhonegletscher und in der Mitte der Totensee auf dem Grimselpass.


Sidelhorn-AbstiegDer Abstieg Richtung Triebseelicke ist hauptsächlich über grosse Felsbrocken. Beim Pt.2689, wo der Pfad vom Triebtensee heraufkommt, wählte ich den Weg links hinunter zum Jostsee (auf der "active map" die nördliche Route). 
Nach erreichen der Alpweiden und rechts haltend, gelant man man in ein paar Minuten zum Jostseelein .

Ze Seewe: RundseeliDie Wanderung zu den kleinen Seen, Ze Seewe, folgt zum Teil einem schmalen Graspfad (darunter ist eine Wasserleitung) einem Hügel entlang. Nach dem holprigen Abstieg eine Erholung für die armen Beine.

Dann folgt der Abstieg. Zuerst zum Gämschfax, dann noch steiler zum Gadestatt.

Obergesteln ist eines dieser lieblichen Dörfer im Goms, mit der Kirche im Zentrum, umgeben von sonnenverbrannten Holzhäusern und Gaden. Oft bestehen Lawinen Dämme, manchmal mit einer Kapelle mitten an der wichtigsten Stelle. 

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Furka

Die Furka ist nach dem Nufenen der zweithöchste für Motorfahrzeuge geöffnete Passübergang in der Schweiz. Vom Pass kann auf bequemem Weg der Aussichtpunkt Bidmer erreicht werden.

Furkapass-Bidmer-Furkapass (einfache Kurztour) Std.
Furkapass-Muttgletscher-Bidmer
Bidmer-Muttgletscher-Furkapass (gleicher Weg zurück)
1
1

 

Furkapass - Oberwald Std.
Zug-Göschenen-Andermatt (Bahn)
Andermatt- Furkapass (Postauto)
 
Furkapass-Muttgletscher-Bidmer-Bidmersee-Lenges-
Gand-Tole-(Hungerberg)-Gere-Oberwald
4
Oberwald-Andermatt-Göschenen-Zug (Bahn)  

Postauto: überprüfen! verkehrt normalerweise nur im Sommer!

Zwei eindrückliche Wanderrouten führen hinunter ins Goms nach Muttgletscher, Tällistock Oberwald. Bis zum Muttgletscher sind beide Routen identisch und der Verlauf ist von der Passhöhe aus zu einem grossen Teil sichtbar. Erst führt der Weg zum Gletscher, dann in weitem Bogen auf der anderen Talseite dem Fuss des Tällistocks entlang zu den Alpweiden. 

Eine Fahrstrasse führt, vorerst leicht ansteigend, dem Tal des Muttbachs entlang zum unteren Ende des Gletschers. Tief unten ist das Trasse der Bergbahn zu sehen. 
Nach durchqueren der Geröllhalde und einiger Bäche befinden wir uns auf der anderen Seite des Muttbachs. Ein Bergweg führt hinauf Richtung Tällistock und dann weiter über den Tälligrat zum Hungerberg nach Gere und Oberwald.

Wir bleiben auf dem bequemen Weg und durchqueren die Steinschlag-Gefährdete Zone zum Teil in Tunnels. 
Zum Grasbewachsenen Bidmer geht es ebenaus. Ein Pfad würde nun, hinter dem Tällistock durch, zur Tälligrat Route führen. 
Rhonegletscher Uns aber lockt der kleine Hügel mit der Höhenangabe 2510 m. Der kurze Aufstieg lohnt sich: eindrücklich werden uns Rhonegletscher, Grimselpass mit Totensee präsentiert. Tief unten liegt Gletsch mit dem Ausgangspunkt Furka Dampfbahn, dem Hotel und den beiden Passstrassen. Das Belvedere mit dem Eingang in den Gletscher ist zum Greifen nahe. 

Goms, Grimsel

Für die Kurztour ist hier Umkehr - und vermutlich Verpflegungspunkt.

Der Weg nach Oberwald führt in die Nähe der drei kleinen Bidmersee Bidmerseen. Eines ist deutlich sichtbar: der Abstieg ist steil und der Pfad ist nicht immer deutlich auszumachen. Verirren kann man sich nicht: weiter unten, etwas links ist die Fortsetzung des Weges deutlich zu erkennen.
Nach durchqueren der Alpen Gand und Tole erreichen wir das Oberhalb Oberwald Fahrsträsschen hinunter nach Gere. Nach einigen Biegungen treffen wir auf einen Bergpfad, der links hinauf zur Bergstation und Restaurant Hungerberg führt (laut Tafel 10 Minuten). Von dort ist die Talstation per Sesselbahn zu erreichen, was etwa 50 Minuten, auf dem letzten Abschnitt nun wieder steilen, Abstieg einspart.

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Gommer Höhenweg

Gommer Höhenweg.jpg (49430 Byte)Profile
Oberwald-Reckingen

und
Bellwald-Reckingen

  

Oberwald - Reckingen

Oberwald.jpg (328124 Byte)
Interactive map: 
map.search.ch/d/2iynjlizt
 

GPS-route:
GPS_Data/GPX-Oberwald-Reckingen2.zip

 

Oberwald-Reckingen Std
Zug-Göschenen-Andermatt-Realp-Oberwald (SBB, MGB)  
Oberwald-Hostette-Birchi-Gadestatt-Gafene-
Nessel-Obergadme-Bine-Löuwene-Riti-Wiler-
Löwwigadme-Reckingen
5.0
Reckingen-Andermatt-Göschenen-Zug (MGB, SBB)  

Für diesen herrlichen Wanderweg müssen wir zunächst hochsteigen auf etwa 1500 m bis 1600 m. Jedes Dorf im Goms auf der rechten Seite der Rhone (Rotten) hat mindestens einen Zugang dort hinauf.

Für Leute, die ebene Wege vorziehen: Die "Rottenwanderung", immer entlang oder nahe der Rhone, ist eine Alternative. Ein gut unterhaltener Wanderweg führt von Oberwald nach Ernen, gegenüber von Fiesch. Benötigte Zeit für den gesamten Weg und hinüber nach Fiesch ca. 7 Std., aber kürzere Strecken von einem Dorf zu einem anderen sind beliebt.

Minstigerbach.jpg (63850 Byte)Von Oberwald, direkt von der Bahnstation, weist ein Wegweiser nach links. Der Weg überquert den Strassentunnel, ein Lawinenschutz, und nach einer weiten Schlaufe wird er zum Wanderweg

Wir sind nun auf einer Höhe von etwa 1500 m plus.
Im Allgemeinen verläuft der Weg etwa auf dieser Höhe, höchster Punkt ist oberhalb Ulrichen, wo das Tal mit dem Oberbach überquert wird.

Muenster.jpg (50376 Byte)Eine spezielle Szenerie ist garantiert: zuerst ein sanftes Murmeln, dann schneidet der Weg sich in die Schlucht, etwas ansteigend, dann kann das tosen des Wildwassers nicht mehr überhört werden. Die Vegetation hat sich ebenfalls verändert. Ein Blick hinauf, wo all das Wasser herkommt: Felswände. Nach der Ueberquerung entfernt sich der Weg wieder vom engen Einschnitt, der Pfad führt wieder etwas hinunter, es wird wieder still und friedlich.

Alte Lärche.jpg (143684 Byte)Etwa 500 m nach überqueren des Millibachs, oberhalb Obergesteln, macht eine Tafel auf eine der ältesten Lärchen aufmerksam. Der Weg zum 700 jährigen Baum ist recht steil, aber ein paar Meter oberhalb der Tanne führt ein Fahrweg hinunter zu unserem alten Wanderweg, man muss also nicht mehr auf dem steilen Weg zurück kommen.


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Bellwald - Reckingen

Bellwald2.jpg (203515 Byte)
Interactive map: 
map.search.ch/d/mqxodk5nt?x=2168m&y=1448m

GPS-route: 
GPS_Data/GPX-Bellwald-Reckingen.zip

Das Feriendorf Bellwald kann durch eine kleine Seilbahn ab der MGB-Staion Fürgangen erreicht werden. Die Talstation ist in das Bahnhofgebäude integriert. Das Dorfkern Bellwald besteht aus vielen alten Walliser Holzhäusern und ist herrlich gelegen auf einem Hang über dem Rhonetal (Goms) und dem Fieschertal.

Die Seilbahn Sie wird ab der Bellwald Station gesteuert. Der Fahrplan hängt an der Wand. Einfach einsteigen und Warten! Wenn die Abfahrtszeit erreicht ist, nach dem Alarmton, wird die Türe automatisch geschlossen. Zahlstelle und Operateur sind in der Bergstation.

Bellwald-Reckingen Std
Zug-Göschenen-Andermatt-Realp-Fürgangen (SBB, MGB)
Fürgangen-Bellwald (Seilbahn)
 
Bellwald-Sportplatz-Willere-Igschene-Ammere-
Selkingerchäller(Walibachhütte)-Millerbine-
ZGufersmatte(Hänggisch Hittä)-Reckingen
5.0
Reckingen-Andermatt-Göschenen-Zug (MGB, SBB)  


Bellwald: WeisshornStart des Gommer Höhenwegs ist in der Nähe der Sport-Anlagen. Auf dem Weg hinauf erhascht man einen Blick vom alten Dorfteil mit der kleinen Kirche in der Mitte. Weiter auf angenehmem Wanderweg kommt man an neueren Chalets vorbei. Die Umgebung ist üppig mit Tannen und Gras und Blumen. und auch ein kleiner See liegt da. 

Obergoms.jpg (40644 Byte)Der Wanderweg wird dann sehr bequem, leicht abfallend bis etwa zum Hirschgehege bei Ammere. Wir sind nun, in der Umgebung der Wilerbach-Ueberquerung, auf einer Höhe von etwa 1450 m, dem tiefsten Punkt. Von nun an geht's stetig aufwärts bis zum Selkinger Chäller auf etwa 1680 m. Der Name deutet wohl auf die angenehm kühle Keller-Temperatur.

Raclette.jpg (52554 Byte)Verlockend ist das kleine Beizlein, die Walibach-Hittä, mit ihrem originalen Raclette. An offenem Feuer wird die Walliser Spezialität zubereitet, auf echte, ursprüngliche Art. Natürlich hat man auch Walliser Weissen vorrätig.

Gufersmatte: Firehorn-HejiZwaechteDann wird der Reckingerbach überquert. Hier bei der Z'Gufersmatte Hütte (Hänggisch Hittä) ist nochmals mit Speis und Trank gesorgt.
Nach kurzem Aufstieg haben wir den höchsten Punkt auf 1780 m erreicht. Von nun an geht es abwärts Richtung Reckingen. Die Fahrstrasse wird dabei ein paar Mal geschnitten.

Die erwähnten Restaurants sind täglich offen, vom Juni bis Oktober (abhängig vom Wetter).

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Oberwald-Gluringen auf dem Waldweg

Oberwald-Gluringen-Waldweg.jpg (165647 Byte)Active map:
map.search.ch/d/ju4m2flzd?x=-2128m&y=-1456m
GPS-route:
GPS_Data/GPX-Oberwald-Gluringen-Waldweg.zip

Ca. 5 Std. 
Kürzen oder Verlängern ist problemlos möglich. Ab den verschiedenen Dörfern und MGB-Stationen können auch unterschiedliche Start- und Endpunkte gewählt werden.

Von der MGB-Bahnstation Oberwald geht's die Unterführung im Bahnhof hinunter und Richtung Süd zur Rhone (Rotte). Nach überqueren der Brücke beginnen wir unsere Wanderung zuerst direkt entlang dem linken Rhoneufer. Die ersten rund 600 m sind zwar nicht der offizielle Wanderweg, doch beim erreichen des Golfplatzes treffen wir auf den "legalen" Weg. Wir folgen ihm bis zur Brücke bei Obergesteln. Entlang des Golfplatzes wird vor fliegenden Golfbällen gewarnt: wahrscheinlicher ist, dass man vom Sprinkler geküsst wird.

Bei Obergesteln kann der Einstieg zum Waldweg etwas versteckt sein durch hohes Gras. Man erreicht ihn zwischen Hotel und Restaurant durch, rechts als Wiesenpfad. Nach wenigen Minuten lädt der klar erkennbare und signalisierte Waldweg ein.

Nach Obergesteln führt der Weg zur Siedlung Loch mit den alten Stadeln und der Kapelle St. Anna. Nach überqueren der Nufenenpass-Strasse setzt sich der Weg fort, entlang der Aegene. Vor dem Zeltplatz Ulrichen wenden wir uns links, zum ansteigenden Pfad, unseren "Bergweg". Ab jetzt verläuft der Pfad meistens auf 1400 bis 1500 m. Flache Partien wechseln ab mit kurzen Steigungen, dann geht's wieder etwas hinunter. 

Geschinen-Galmih.jpg (40270 Byte)Auf dem herrlichen Waldpfad schweift der Blick immer wieder hinüber zu den Abhängen und Taleinschnitten, denen entlang der Höhenweg von Oberwald bis Bellwald verläuft. 

 

Gluringen-Mühlebach-Fürgangen

Gluringen-Furgangen.jpg (208003 Byte)Interactive map:
http://map.search.ch/d/wzkndewnm

GPS route:
../GPS_Data/GPX-Gluringen-Furgangen.zip
  

Um ab MGB-Station Gluringen zum Rottenweg zu gelangen , muss erst die MGB-Linie unterquert werden, dann vorbei am Barackenlager und über die Rhone (Rotte).

Biel Obergoms.jpg (44067 Byte) Nach der Wehranlage mit dem Staubecken treffen wir auf den bequemen Wanderweg. Nach einem ersten Campingplatz, bei der Abzweigung nach Ritzingen , der Ritzibrigge, entfernt sich der Weg vom Fluss. Wir wandern vorbei an einem weiteren idyllischen Campingplatz und nähern uns bei der Bieligenmatte wieder der Rhone.

Fischzucht.jpg (52642 Byte)Im folgenden Auenwald besteht eine Fischzuchtanstalt mit einem kleinen Restaurant. Fischruten können gemietet werden und der Fang anschliessend ausgenommen und gebraten werden. Einzelne Tätigkeiten können gegen ein kleines Entgeld auch delegiert werden.

Der Weg folgt weiter nahe der Rotte entlang. Etwa 750 m nach der Brücke für Blitzingen wechselt er auf die andere Flussseite und in nächster Nähe zur MGB-Bahnlinie.
Nach der Galerie geht’s wieder zurück über die Niederwald-Brücke und bergauf in den Wald. Für die Rhone ist es enger geworden, der Taleinschnitt tief.

Bei Steinhaus sind wir nun etwa 100 m über der Rhone. Auch Steinhaus hat eine lange und bewegte Geschichte. Der Turm deutet darauf hin, dass hier wohl eine Burg oder ein Herrschaftssitz gestanden hat, mit Wohnsitz eines Herrschers. Siehe Link zu Ernen und Geschichte. Ein Wegweiser zum Turm führt zum Wanderweg oberhalb des Dorfes. Er mündet nach 200 m wieder in die Fahrstrasse.

Kirche-Bettlihorn.jpg (20528 Byte)Ab hier sind wir bis Mühlebach auf einer Asphaltstrasse. Der Strassentunnel beim Löüwibach kann rechts auf einem Fussweg umgangen werden.

Vor Mühlebach führt ein Pfad hinunter zur Rhone und auf der anderen Seite hinauf zur MGB-Station Fürgangen/Bellwald. Rhone-Fuergangen.jpg (57076 Byte)Die Asphaltstrasse links führt in den alten Dorfkern mit mehreren alten Holzhäusern. Vom Dorf führen Wanderwege in verschiedene Richtungen. So hinauf zur Chäserstatt und zum Ernergale oder auch nach Ernen und weiter via Galgen nach Fiesch, MGB-Stationen „Fiesch Sport und Feriencenter“ oder Fiesch.

Ernen-Mühlebach

Rundtour Mühlebach-Ernen-Galgen-Mühlebach

Beim erreichen von Mühlebach lohnt sich ein Abstecher ins Dorf. Man erhält einen tifen Einblick in die Konstruktion der alten Häuser. Auch das Kirchlein sollte man besuchen.
Brochüren sind in einer Box entlang des Weges bereitgestellt.

Wir sind nicht im Disneyland, dies ist eine normale lebende Gemeinschaft.
Von Mühlebach führen zwei wunderschöne Wanderwege nach Ernen, ein anderes "muss man sehen". Der eine Weg (Nach Ernen ?) beginnt nach dem alten Backhaus über die schmale Brücke. Der Andere (Retourweg ?) verläuft nördlich der Asphaltstrasse beim Galgen vorbei.

Bellwald.jpg (69893 Byte) Galgen.jpg (72537 Byte) Galgen2.jpg (81276 Byte) Galgen-Tafel.jpg (197949 Byte)
Links, auf der anderen Talseite ist Fürgangen, hinter der Mühlebach-Kirche ist Bellwald sichtbar. Schattige Ruhebänke beim Galgen. überbleibsel des Galgens Info-Tafel bei der Richtstätte.

Galmihornhütte

Galmihuette.jpg (187943 Byte)Interactive map:
map.search.ch/d/tewodu5nt?x=-480m&y=176m

GPS-route:
../GPS_Data/GPX-Munster-Galmihutte.zip

4.5 Std. Retour
Auf dem kürzesten Weg dauert's etwa zwei bis zweieinhalb Stunden Gamihornhuette.jpg (43531 Byte) vom Bahnhof Münster bis zur Hütte. Die "Hütte" allerdings ist ein dreistöckiges Chalet mit einem heimeligen Bergrestaurant! öffnungszeiten überprüfen, "offiziell" offen ist die Hütte zwischen Juli und Sept.

Meine Route hinauf: Göuchette - Judestafel - Salgäbi.
Der untere Teil der Strasse ist Asphalt, nach einigen Kehren Kies. Kurz nachher, nach einer Gruppe von Wochenendhäuschen, erreicht man den "Gommer Höhenweg". Nach überqueren dieses Wanderweges führt der Weg weiter bergwärts (ich bemerkte keine Angabe für die Galmihütte) und nach etwa einem km steht man vor der Entscheidung: den steilen Waldweg hinauf, oder weiter der Fahrstrasse folgen. Für den Weg hinauf wählte ich den recht steilen Waldweg. Für den Rückweg bevorzugte ich die Fahrstrasse.

 

Winterwandern, Goms

Von Oberwald bis Niederwald besteht ein ganzes Bündel von Winterwanderwegen, aus denen man auswählen kann.
Auch im Gebiet Steinhaus - Ernen (mit Bus Verbindungen von Fiesch) werden gepfadete Winterwege gepflegt.
Oben in Bellwald (Seilbahn ab Fürgangen MGB-Haltestelle) bestehen ebenfalls Winterwege.

 

Gluringen nach Oberwald

Gluringen-Oberwald.JPG (104980 Byte)Interactive map:
http://map.search.ch/d/ta5yzvmym

GPS-route:
../GPS_Data/GPS-Gluringen-Owald-Winter.zip
 

(3.5 Std) Von der Bahnstation Gluringen machte ich einen kurzen Umweg hinauf zur Hauptstrasse, an der Gemeindeverwaltung vorbei; dann über die Strasse zum Käseladen um einige feine Sachen zu kaufen. Von dort, knapp 50m an der gleichen Strasse Richtung Gluringen führt eine Privatstrasse zu einer Schreinerei. Genau dort führt ein Schneepfad zum "offiziellen" Winter Wanderweg.

Beim Hobachji.jpg (368996 Byte)Alle diese Wege sind sorgfältig in die Ebene gelegt, mehr oder weniger eben, hie und da führen sie in die Nähe einer Loipe oder überqueren sie, aber immer besteht ein separater Streifen für die Wanderer.

Die Szenerie ist einmalig: überzuckerte Bäume, eindrückliche Rhone-Tällistock.jpg (504966 Byte) Ausblicke zu den Dörfern in der Distanz, schimmernde Berge, baumflankierte Flüsse, Langläufer die über die Loipen schweben... Eine friedliche Athmospäre.

Das schöne dabei, es gibt viele Varianten zur Auswahl, und eine Bahnstation befindet sich immer in der Nähe.

 

 

Walliser Totentanz.jpg (125978 Byte)Buch:
"Walliser Totentanz", Roman
Werner Ryser, Rotten Verlag AG Visp
ISBN 978-3-905756-65-4

Im packenden Familien-Roman, werden verschiedene geschichtliche Ereignisse um 1500 miteinander verwoben. Machtkämpfe zwischen Kirche und Staat, insbesondere zwischen den beiden Machtmenschen Matthäus Schiner und Jörg Uff der Flüe (oder Georg Supersaxo) belasten das Goms. Glaube und Aberglaube, Sitten und Unsitten, Naturverbundenheit und Hexenverfolgung, Fremde Kriegsdienste mit ihren Schrecken bewegen den Leser. Frauen haben nichts zu sagen, müssen aber immer wieder für die Untaten der Männer büssen. Hauptort ist Münster und insbesondere die wunderschöne Pfarrkirche mit dem einmaligen Hochaltar spielt eine wichtige Rolle.

 

Die Dörfer auf der anderen Seite der Rhone

Steinhaus, Mühlebach, Ernen, Niederernen, Ausserbinn

Die Fortsetzung des Rottenweges nach Ernen - Fiesch bringt uns in Kontakt mit der Geschichte. 
Auf den ersten Blick ist es etwas erstaunlich, dass plötzlich auf der linken, südlichen, Seite des Rhonetales Dörfer erscheinen. Die Erklärung ist einfach: die heutige Strasse wurde 1861 gebaut und das Trassee der Furkabahn (heute Matterhorn Gotthard Bahn) stammt von 1914. 
Zuvor führten die Strassen, resp. Saumpfade über Ernen und Mühlebach Richtung Obergesteln/Zum Loch (Ulrichen) für Furkapass, resp. Nufenen/Griespass. 
Eine weitere Route führte über Niederernen durchs Binntal über den Albrunpass nach Italien. 
In die andere Richtung führte die Gommerstrasse Richtung Brig mit dem Simplonpass übergang. 
Daraus folgt, dass mit dem Bau von Strasse und Bahn die genannten Dörfer umgangen wurden.

Das Positive an der änderung der Verkehrsströme:
Steinhaus, Mühlebach, Ernen und auch Niederernen und Ausserbinn sind gut erhaltene alte Walliser Dörfer. Es sind keineswegs Museen. Erneuerungen und neue Bauten werden sorgfältig vorgenommen.

Links:
http://www.ernen.ch/gemeinde/d/gemeinde/geschichte.php

Rundgang durchs Dorf Mühlebach:
„Die Ortschaft mit dem ältesten kompakten Dorfkern in Holzbauweise der Schweiz“
http://www.ernen.ch/gemeinde/pdf/broschueren/MhlebachBroschre.pdf

 

Ernen, Niederernen, Mühlebach:

Siehe: Historisches Lexikon der Schweiz, HLS
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D12443-1-1.php

Ernen besteht heute aus den Weilern Ernen, Niederernen, Ausserbinn, Mühlebach, Steinhaus. 

Gräberfunde deuten darauf hin, dass bereits in Vorchristlicher Zeit sich hier Menschen angesiedelt hatten. Das Goms unterstand, gemäss Urkunden aus dem 12.Jh., der Verwaltung in Ernen. Im 14.Jh. gab es die beiden Majorate Münster und Ernen. Die Hochgerichtsbarkeit blieb aber immer in Ernen. Der Galgen in Ernen wurde 1702 erneuert.

Auch kirchlich war Ernen bedeutsam: neben Münster war Ernen die zweite Grosspfarrei im Goms. Die Kirche wird 1214 erstmals erwähnt. Die stattlichen Wohnbauten deuten auf Prosperität. Siehe Links zu Ernen.

Mühlebach

Erstmals 1215 erwähnt.

Mühlebach ist der Geburtsort des späteren Kardinals Schiner. Er war im 15./16. Jh. ein einflussreicher Politiker. Der Kirchenführer hatte oft seine Hand im Spiel von Politik und Kirche: In der Leventina, in Bellinzona, in den Beziehungen der Fam. Visconti, im Interessengebiet der Urner und der Eidgenossen im Tessin (Siehe auch Abschnitt Biasca in Leventina), in der katastrophalen Schlacht bei Marigniano, in Politisch/Militärischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und der Lombardei. Er war mit dem Zürcher Reformator Zwingli befreundet, stellte sich aber gegen ihn, als es um die Kirchenspaltung ging.

Marignano war ein Wendepunkt in der alten Eidgenossenschaft. Im Gemetzel kämpften auf beiden Seiten Schweizer im Namen ihrer "Besitzer" und töteten sich gegenseitig. Man war sich offenbar plötzlich der Perversität bewusst und verbot in einer Tagsatzung das "Reislaufen" (fremde Kriegsdienste).

Siehe Links.
http://de.wikipedia.org/wiki/Matthäus_Schiner

 

"Bio Bergkäserei Goms" in Gluringen:

An der Hauptstrasse von Oberwald nach Brig, auf der linken Strassenseite, nach passieren von Reckingen aber noch vor dem Dorfeingang Gluringen befindet sich die Bio-Bergkäserei mit Laden.

Unter anderem gibt es dort den "Baschi", ca. 1 Kilo: schmackhaft, und handlich zum mitnehmen.
www.biobergkaese.ch/

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Wegerbaschi

Im geschichtlichen Kontext

Beim lesen des interessanten Buches von Pirmin Meier über Micheli du Crest stolperte ich über einen Abschnitt, in dem Weger Baschi erwähnt wird. Hier eine Zusammenfassung:

Im späten 18. Jh. war die Schweiz mehr oder weniger ein Französischer Satellit. Französische Emissäre hatten das Sagen in wichtigen Dingen. In vielen Regionen breiteten sich Unruhe, Frustration, Hass aus.

Im Oberwallis waren die Bürger nicht interessiert an den “neuen Möglichkeiten”: sie waren zufrieden mit den alten, sehr liberalen Rechten und wiesen die neuen Regeln zurück (wie z.B. neue Steuern). Als dann aber sogar unter den eigenen Nachbarn einige zugunsten der Franzosen demonstrierten, entzündete sich das Feuer.

Ein junger Riese von einem Mann, namens Sebastian Weger aus Geschinen, protestierte laut und klar. Im May 1798 verkündete Baschi (kurz für Sebastian) er wolle hinunter nach Sion (Sitten) marschieren und denen eine Lektion erteilen, er würde sogar noch weiter ziehen, nach Lausanne, sogar nach Paris. In seiner Familie war das Söldnertum Tradition und Baschi erklärte sich selbst als Offizier, der seine Gruppe gegen die fremden Herrscher führen würde. Er fand rasch viele Anhänger in seiner Gommer Umgebung und auf dem Marsch hinunter nach Sierre (=Siders) war die Gruppe bereits auf 5’000 Mann angewachsen. Für diese Grösse nun brauchte es einen Profi als Führer. Er wurde gefunden in Joseph von Courten in Siders. Im Unterwallis stiess ein Trupp von 1’000 Mann unter Hauptmann Jacquot zu ihnen.

In der Konfrontation mit Regimetreuen Unterwallisern, verstärkt mit Waadtländer Truppen von ca. 1’400 Mann unter General Bergier sah die Situation für die Armee mit Baschi recht gut aus. Aber nun im Angesichte des Erfolgs wollten etliche wieder nach Hause zurückkehren, es fehlte auch an Munition. Baschis Armee geriet in Unordnung. Schliesslich, am 17. May 1798 verloren sie gegen die Armee von General Schauenberg. Etwa 300 Mann wurden Gefangene und im Chateau Chillon eingekerkert.

Die Situation im Gefängnis war aber so katastrophal, dass der Französische Kommandant entschied, die meisten Gefangenen freizulassen, ausgenommen etwa 61 der “schlimmeren” Sorte. Diese wurden nach Bern gebracht zur Aburteilung. In der Zwischenzeit waren jedoch neue Konfrontationen  in der Zentralschweiz ausgebrochen. Diese Konflikte wurden als weit schlimmer beurteilt und darum die meisten Gefangenen freigelassen, ausgenommen Jacquot, der Kapuziner Ebner und Baschi, der als Rädelsführer die Lawine gestartet hatte.

Sie wurden eingesperrt in der Aarburg, dem gleichen Ort, in dem auch Micheli du Crest Gefangener gewesen war. Nach einigen Monaten wurden sie wieder freigelassen.

Baschi enthielt sich neuer Agitation. Gemäss Erzählungen diente er unter Napoleon in der Offensive gegen Russland.

Weger Baschi, Geschinen: 1759-1832
(Siehe www.obergommer.ch/genealogie/5017.htm)

Grundlage dieser Zusammenfassung:

Buch „Die Einsamkeit des Staatsgefangenen Micheli du Crest”: Pirmin Meier (Pendo Zürich, München).

Micheli du Crest war ein Forscher (er erfand einen neuen Thermometer), ein Ingenieur (als Offizier war er ein anerkannter Spezialist in Verteidigungsbauten), er kritisierte das politische System als eine Oligarchie (er anerkannte die Ideen Montesquieu's (1689-1755)

Er wurde wegen Hochverrats in Genf  verurteilt und symbolisch geköpft. Später wurde er in der Aarburg 19 Jahre lang gefangen gehalten. Er war wohlhabend und hatte Kontakt mit vielen berühmten Personen: 
Brüder Bernoulli, E.Lessing, J.W.Göthe, Georg Zimmermann, S. Henzi, J.J.Rousseau.

Das systematische Kartographieren der Schweiz, das unter General Dufour begann, basiert hauptsächlich auf den Vorschlägen von du Crest. Die Entscheidung für die Entfernung der Befestigungsmauern Genfs im 20. Jh. basierte auf du Crests Argumenten. Das neue System der Schweizerischen Demokratie von 1848 enthält viele Ideen von du Crest.

 

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